AIDS & HIV

AIDS steht für die englische Bezeichnung „acquired immunodeficiency syndrome“ (= erworbenes Immundefektsyndrom). Ursache für AIDS ist die Infektion mit HIV („Human Immunodeficiency Virus“ = menschliches Immunschwäche-Virus).

Erreger

AIDS und HIV werden über das HI-Virus übertragen.

Verbreitung in Deutschland

Seit 2007 fallen die Zahlen der Neuinfektionen von Jahr zu Jahr (bisher um ca. 36%). In Deutschland leben etwa 87.900 Menschen (davon 66,7% Männer) HIV-positive Menschen.

Meldepflicht

Für HIV/AIDS besteht eine nichtnamentliche Meldepflicht an das Robert Koch-Institut (RKI).

Übertragungswege

HIV gilt im Vergleich mit anderen Krankheitserregern als schwerer übertragbar. Darum wird HIV in alltäglichen sozialen Kontakten nicht übertragen, auch nicht beim Husten oder Niesen, nicht bei Umarmungen oder beim Küssen. Am häufigsten wird HIV beim Sex ohne Kondom übertragen.

Übertragung

Ansteckungen sind durch ungeschütztem Anal- und Vaginalverkehr, dem teilen von Sexspielzeugen, ohne eine vorherige Reinigung, Muttermilch, reiben an Geschlechtsteilen des gleichen Geschlechts (geringes Risiko), Blut, Sperma, Intravenöser Drogengebrauch, Vaginalsekret, intensiver Kontakt mit Schleimhäuten (ausgenommen Mundschleimhaut). Zusätzliche Erkrankungen erhöhen das Risiko einer Ansteckung.

Prävention

Schutzmaßnahmen, die das Risiko einer HIV-Infektion senken können

  • Verwendung von Kondomen beim Anal- und Vaginalverkehr
  • Verwendung von Kondomen beim kurzen Eindringen des Penis in Scheide oder Po während des Vorspiels
  • Verwendung von Kondomen bei gemeinsamer Benutzung von Sexspielzeug (vor jeder Weitergabe ein neues Kondom verwenden)
  • Im Falle einer Berührung mit Schleimhäuten: betroffene Stelle gründlich waschen
  • Kontakt mit Blut meiden

Verhinderung einer Erkrankung

Nach einem möglichen Infektionsrisiko ist es möglich nach der PEP (Postexpositionsprophylaxe) zu greifen. Man sollte so früh wie möglich mit der Behandlung beginnen, denn die besten Ergebnisse kann man nach 2 bis 24 Stunden nach dem Infektionsrisiko erwarten. Die PEP kann dann das Risiko einer HIV-Erkrankung um bis zu 80% senken.

Als beste Methode HIV zu vermeiden gilt die PrEP. Das sind Medikamente, die man regelmäßig einnimmt und bieten einen genauso guten Schutz Kondome, jedoch schützt die PrEP nur vor HIV/AIDS!

Symptome

  • Fieber über mehrere Tage
  • Schlappheit
  • Kopf-, Gelenk- und Muskelschmerzen
  • Hautausschlag an Rücken, Brustkorb oder Bauch
  • Durchfall
  • starker Nachtschweiß
  • schmerzende Mandeln, geschwollene Lymphknoten
  • wunde Stellen im Mund

Wichtig: Solche Symptome kommen nicht immer vor oder werden nicht immer bemerkt, und in der Regel treten sie nicht alle zusammen auf. Es ist ebenfalls möglich, dass keines dieser Symptome auftritt.

Krankheitsverlauf und Auswirkungen einer unbehandelten Infektion

Unbehandelt kann HIV zu AIDS und schließlich zum Tod führen. Daher hilft es dass HIV so früh wie möglich durch einen Test erkannt und behandelt wird.

 

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